Andacht

Für Sie persönlich!

 

Pfarrer Croner

Lampen putzen für das Licht der Welt

 

Liebe Gemeinde,

in unserem Esszimmer steht eine alte Petroleumlampe aus Urgroß-mutters Zeiten. Sie ist schön anzu-sehen und erzeugt ein gemütliches, warmes Licht. Die Lampe selber aber ist nur ein Gefäß. Die Kraft kommt aus dem Petroleum. Sie hat einen Docht, mit dem man sehr vorsichtig umgehen muss. Wird er zu sehr eingezogen, hat das Licht keine Kraft. Wird er zu weit ausge-fahren, verrußt die Lampe in kurzer Zeit. Da hilft auch alles Leuchten von innen her nichts. Die Lampe muss gepflegt und gereinigt wer-den.

So ist es auch mit dem Christsein, wenn es nicht nach außen dringt, wenn es eine gewisse Lebenshal-tung nicht erkennen lässt. Es wer-den zwar gerne in Sonntagsreden mancher Politiker und sonstiger Festredner die 

 

Werte des „christ-lichen Abendlandes“ bemüht. Aber was heißt das eigentlich in einer Welt, die ständig wirtschaftliches und materielles Wachstum - auch für jeden persönlich – als höchstes Ziel auslobt?

 

Leuchtet das Licht der Welt, das von Jesus ausgeht, nicht um so stärker, wenn man es uns Christen anmerkt, dass wir aus Gottvertrau-en und Nächstenliebe heraus le-ben? Ein wenig persönliche Bescheiden-heit und der 

Lampe

Blick auf den nahen und fernen Nächsten lassen das Licht Christi auf ganz andere Weise zur Geltung bringen, als viele allge-mein gehaltene wohlfeile Worte. Auch die fröhliche Hoffnung auf

 eine neue Existenz bei Gott nach unserem Tod wirkt ansteckend und macht unser Dasein heller. In die-sem Sinne ist es so wichtig, die Lampen unserer christlichen Über-zeugungen sorgsam zu pflegen.

Ein frohes und gesegnetes Oster-fest wünscht Ihnen

 

 Ihr Pfarrer Elmar Croner