Für Sie persönlich

Wir leben unbestritten in unruhigen und stürmischen Zeiten: Corona hält uns weiter in Schach, die politischen Verhältnisse nicht nur in Afghanistan bereiten uns große Sorgen. Auch der Klimawandel machte heuer etwa durch Starkregen und Überflutungen nie geahnten Ausmaßes auf sich aufmerksam. Bei einigen von uns kommen gesundheitliche, zwischenmenschliche oder finanzielle Probleme dazu.
Man weiß im Grunde nicht wirklich, wo man zuerst anpacken soll, um „Land zu gewinnen“, und fühlt sich zeitweise wie gelähmt und ohnmächtig. Der Monatsspruch aus Hebräer 10, Vers 24 will da eine Hilfe sein. Er rät uns: „Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“
Wichtig ist also, nicht allein vor sich hinzuwurschteln und nur das Eigene im Blick zu haben, sondern gemeinsam die Dinge anzupacken. So können wir uns nicht nur untereinander unterstützen, wo die Not gerade am größten ist, sondern auch gegenseitig „anspornen zu guten Werken“, also einander Mut machen und helfen, den Kopf nicht hängen zu lassen.

Ganz wichtig ist dabei aber auch – für den Hebräerbriefschreiber sogar am wichtigsten, dass wir weiter am Glauben festhalten, „den wir bekennen, denn Gott steht treu zu seinen Zusagen“ (Vers 23).

Das bedeutet, dass wir in schweren Zeiten nicht zu lange auf Gott sauer sein sollen, sondern uns jetzt ganz besonders an ihn, der den Überblick hat, und seine Versprechen halten. Die Gottesdienste und Hauskreistreffen sind wertvolle Gelegenheiten, erst recht zusammenzukommen im Austausch über Gottes Verheißungen. Hier und in bewussten Zeiten der persönlichen Stille können wir uns von Gott zeigen lassen, was als Nächstes dran ist.
Unruhige und unübersichtliche Zeiten gab es immer. Mit Gott sowie miteinander konnten und können sie gut bewältigt werden!


Ihr Pfarrer  

Johannes Feldhäuser